
Nützliche Informationen zum Hafen von Thessaloniki
Thessaloniki or Saloniki ist die zweitgrößte Stadt Griechenland und die Hauptstadt Mazedoniens, der größten Region Griechenlands. Der Stadtbezirk von Thessaloniki erstreckt sich um den Thermaischen Golf über ungefähr 17 km. Saloniki ist ein Transportzentrum für den Rest Südosteuropas. Der Handeltshafen hat große Bedeutung für Griechenland und den südöstlichen Teil des europäischen Kontinents. Frühchristliche und byzantinische Monumente der Stadt wurden 1988 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Thessaloniki war 1997 Europäische Kulturhauptstadt.
Die Stadt wurde um 315 v. Chr. von König Kassander von Mazedonien gegründet, nahe der antiken Stadt Therma. Der neue Ort wurde nach seiner Gattin Thessaloniki, einer Halbschwester Alexanders des Großen, benannt. Sie erhielt ihren Namen zur Erinnerung daran, dass sie an dem Tag geboren wurde, als ihr Vater Philipp II mit Hilfe Thessalischer Reiter, den besten Griechenlands, über die Phönizier siegte.
Auf Grund der strategisch günstigen Lage der Stadt erbauten die Römer hier einen großen Hafen, der bis ins 17. Jahrhundert ein wichtiger Handelshafen war. Später wurde der Bereich durch Schlamm aus dem Fluss Axios wieder gefestigt und ein neuer Hafen wurde erbaut. Überbleibsel des alten Hafens findet man unter der Straße Odos Frangon in der Nähe der Katholischen Kirche.
Auf seiiner zweiten Missionarreise betete Paulus von Tarsos in der Stadtsynagoge, der Hauptsynagoge der Juden in diesem Teil Thessalonikis, und legte den Grundstein für eine Kirche. Paulus schriebe zwei seiner Episteln an die christliche Gemeinschaft von Thessaloniki, nämlich die Erste und Zweite Epistel an die Thessalonicher.
Die Bahnlinien erreichten die Stadt im Jahr 1888, und der Hafen wurde von 1896 bis 1904 modernisiert. Der Gründer der modernen Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, wurde hier im Jahr 1881 geboren. Auch die Zentrale der jungtürkischen Oppositionsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts befand sich in Thessaloniki.
Im 2. Weltkrieg fiel Thessaloniki am 09.04.1941 unter deutsche Besatzung, in der es bis 30.10.1944 verblieb. Die Stadt erlitt größere Schäden durch die Bombenangriffe der Alliierten und fast die gesamte jüdische Bevölkerung, bis auf knapp 1000 Personen, wurde von den Nazis ausgerottet.
Um 23:04 (Ortszeit) am 20 Juni 1978 wurde die Stadt durch ein starkes Erdbeben von 6.5 Richter erschüttert, erholte sich jedoch recht schnell von dieser Naturkatastrophe.
Im Juni 2003, zum Ende des griechischen Vorsitzes der EU, fand in Porto Carras auf der Halkidiki das Treffen der EU-Staatschefs ein. Dies passierte aus Sicherheitsgründen nicht in der Stadt selbst. 2004 wurden einige der Fußballspiele der Olympischen Spiele in Thessaloniki ausgetragen.






