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Στο βήμα αυτό επιλέγετε εάν το ταξίδι σας είναι απλή μετάβαση, εάν θα είναι μετ’επιστροφής ή θα γίνουν πολλαπλά ταξίδια με μια κράτηση.
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Herzlich willkommen im Regierungsbezirk Lasithi
ALLGEMEINES > VERWALTUNGSBEZIRK LASITHI
Der Regierungsbezirk Lasithi ist der östlichste von Kreta. Während drei Seiten ans Meer grenzen (im Norden von der Kretischen See, im Osten vom Ikarischen und im Süden vom Libyschen Meer), besteht seine natürliche Grenze zum Bezirk Heraklion aus der Gebirgskette Dikti.
Lasithi besteht aus 8 Verwaltungsbezirken: Agios Nikolaos, Ierapetra, Sitia, Neapolis, Lasithi-Hochebene, Makri Yialo, Lefki und Itanos. Es gibt verschiedene Erklärungen über den Ursprung der Bezeichnung Lasithi. Zu den wahrscheinlicheren zählen die von Paul Favre, die besagt, dass er von der Stadt Sitia stammt, die von den venezianischen Eroberern La Sitti genannt wurde. Die zweite bezieht sich auf das altgriechische Wort „Lassios“, welches „stark bewachsener Ort“ bedeutet. Hauptstadt des Regierungsbezirkes ist Agios Nikolaos.
Der Bezirk hat ein mildes, rein mediterranes Klima ohne starke Änderungen während der verschiedenen Jahreszeiten. Diese günstigen Klimabedingungen verhelfen den Bezirk zu weit ausreichender Eigenversorgung an qualitativ und geschmacklich hervorragenden Anbauprodukten. Außer den traditionellen Anbausorten und der Viehzucht, früher die Hauptbeschäftigung der Bewohner, sind heute auch der Handel und der Tourismus wichtige ökonomische Faktor in diesem Bezirk. Insbesondere in den Sommermonaten zieht der Bezirk viele Urlauber sowohl aus Griechenland als auch aus dem hauptsächlich europäischen Ausland an.
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GESCHICHTE > GESCHICHTE
Die Präfektur Lassithi war seit dem Beginn der Jungsteinzeit bewohnt. In der Höhle Trapeza und im Dorf Mangassa bei Sitia wurden Spuren von Besiedlung gefunden, während beim Hügel Kastellos in Tzermiado ein Grab aus jener Epoche entdeckt wurde. Um 2.700 v.Chr. dringen nach und nach neue Völker aus Asien und Afrika ein. Es beginnt die erste minoische Phase, die sich ununterbrochen bis 1.700 v.Chr. entwickelt und erblüht. Es werden Siedlungen in Myrto bei Ierapetra, bei Mochlos, Zakros, Paläkastro und Chamezi erbaut, während sich gleichzeitig Töpferkunst, Metallherstellung und Architektur entwickeln. Nach der Zerstörung von 1.700 v.Chr. werden neue Siedlungen in Gournia, Psira und Makris Yalos erbaut und nautische Stützpunkte gegründet. Nach der Zerstörung von 1.100 v.Chr. kommen die Achäer auf die Insel, und ab 1.100 v.Chr. dringen die Dorische Volksstämme ein. Es entwickelt sich eine neue Kultur, in der die Städte Ambelos, Dragmos, Driros, Lato, Olous, Praisos und Ierapytna erblühen.
Während der Hellenistischen Jahre werden die Städte durch Bürgerkriege zerstört. Lassithi wird 66 v.Chr. von den Römern besetzt und wird 395 n. Chr. Teil von Byzanz. 824 fällt es in arabische Hände und wird 961 durch Nikiforos Fokas befreit. 1204 gerät es unter die Herrschaft von Venedig (bis 1645), die es befestigt. Während der Türkenherrschaft (1645 - 1897) führen die Bewohner viele Revolten. Während des Aufstandes 1866-1869 fungiert die Hochebene als Festung für Mittel- und Ostkreta. Die Vereinigung mit Griechenland erfolgt am 01.12.1913.
GESCHICHTE > ARCHÄOLOGIE
Der Palast von Zakros
Der Palast von Zakros ist der viertgrößte aus der Minoischen Zeit. Er befand sich an einem strategisch günstigen Punkt, in einer geschützten Bucht, und war ein Handelszentrum mit dem Osten, wie aus den Funden (Elfenbein, Kupfer u.a.) ersehen werden kann. Der Palast war ein Verwaltungs-, Religions- und Handelszentrum in einem und wurde von der Stadt umgeben. Der Ort wurde nach seiner Zerstörung nicht erneut aufgebaut, sondern nur teilweise zum Anbau benutzt. In der "Totenschlucht ", wie die Schlucht genannt wirde, die vom oberen zum unteren Ortsteil führt, wurden Gräber in Höhlen gefunden. Die Funde von Zakros werden im Museum von Heraklion ausgestellt, während sich einige in den Museen von Agios Nikolaos und Sitia befinden.
Der Palast von Zakros hatte zwei Hauptbauphasen. Der ältere Palast wurde um 1900 v.Chr. erbaut, während die neuere Bau aus den Jahren um 1600 v.Chr. stammt und wie die übrigen Minoischen Städte um 1450 v.Chr. zerstört wurde.
Lato Etera
Die dorische Stadt Lato befindet sich 11 km nordöstlich des Dorfes Kritsa und wurde zwischen 7. und 3. Jhd v. Chr. erbaut. Sie wurde Etera (die andere) genannt, um sich von Lato von Kamara abzusetzen, wie die antike Stadt hieß, die an Stelle des heutigen Agios Nikolaos lag und die den Hafen von Lato Etera darstellte. Es handelte sich um einen der bedeutendsten Stadtstaaten der Dorer auf Kreta und erhielt ihren Namen von Leto (dorischer Name der Lato), der Mutter von Apollon und Artemis. Dennoch war Eilithya die Stadtgöttin war, deren Bildnis auch auf den Münzen abgebildet war. Aus Lato stammte der Admiral der Flotte von Alexander dem Großen, Nearchos.
Diktaion Andron
Die Höhle von Psychros war ein religiöses Zentrum des Minoischen Kreta, genau wie die meisten religiösen Zentren der Minoer in Höhlen angelegt wurden. Wahrscheinlich war sie ein religiöses Zentrum seit der ersten Minoischen Periode (2800-2300 v.Chr.) – auch wenn in der Vorhalle Spuren von früherer menschlicher Nutzung existieren. Die meisten Funde stammen aus der Mittelminoischen Periode (1800 v.Chr.) und später, da die Höhle jahrhundertelang benutzt wurde. Die Nutzung setzt sich bis zur Geometrischen Perionde (8. Jhd. V. Chr. und den Anfängen der Archaischen Periode. (7. – 6. Jhd. v.Chr.). Die Funde zeigen, dass die Höhle auch während der römischen Periode noch aufgesucht wurde. Die Gläubigen hinterlegten viele Weihgaben wie Abbildungen ihrer selbst, von Götter, Tieren, Doppeläxte, Waffen u.a. Viele Archäologen identifizieren die Höhle von Psychros mit der bekannten Diktaion Andron, wo der Sage nach der Göttervater Zeus geboren und mit Hilfe der Amaltheia und der Kouriten aufgezogen wurde. Diese Höhle spielt eine Rolle in vielen Geschichten wie der des Wahrsagers Epimenides, der hier „schlief“ und der Verbindung des Zeus mit der Europa.
Gournia
Gournia – der antike Name ist unbekannt – ist das Paradebeispiel eines mittelgroßen Ortes der minoischen Blütezeit (Nachminoische Periode I : 1550-1450 v.Chr.) und ist so gut erhalten, dass es „das Pompei des minoischen Kreta“ genannt wird. Es liegt auf einem niedrigen Hügel, nahe am Meer, in der Landenge von Ierapetra. Die ersten Bewohner ließen sich in der Erstminoischen Periode ΙΙΙ (2300 v.Chr..) nieder. Es sind Überreste der Mittelminoischen Periode (2000-1600 v.Chr..) erhalten, während deren Endphase der Palast erbaut wurde. Dieser wurde um 1450 v.Chr. zerstört., gleichzeitig mit den übrigen Minoischen Städten. Fünfzig Jahre später wurde der Ort wieder besetzt, jedoch um 1200 v.Chr. endgültig verlassen.
Koufonissi oder Lefki
Koufonissi oder Lefki ist eine kleine unbewohnte Insel nordwestlich der Landspitze Goudouras. Die Insel wurde von der Erstminoischen Zeit (3000-2200 v.Chr) bis zur altchristlichen Zeit durchgehend bewohnt und wurde im 4. Jhd. n.Chr. verlassen. Die nur geringfügigen späteren Eingriffe des Menschen (hauptsächlich durch Anbau und Viehhaltung) ermöglichen die gute Erhaltung der antiken Überreste, obwohl die Insel fast komplett mit Sand bedeckt ist.
Am nordöstlichen Ende der Insel, in geringer Entfernung zum Strand haben die Ausgrabungen ein gut erhaltenes Steintheater ans Tageslicht gebracht, das Platz für ca. 1000 Personen bietet. Eine Badeanlage mit den typischen Charakteristika eines römischen Badehauses, das vom 1. bis 4. Jhd n. Chr. benutzt wurde. Eine Villa mit imposanter Torhalle, Küchenhäusern, Werkstätten für die Purpurherstellung, Sie besteht aus 10 Räumen, die teilweise mit schwarzweißen Mosaiken mit geometrischen Mustern geschmückt sind. Schließlich wurde auf der Südseite der Insel auch ein großteils zerstörter Tempel ausgegraben.
Spinalonga
Die felsige Insel Spinalonga liegt nordöstlich der Bucht von Elounda. In der Antike war hier eine Festung zum Schutz der antiken Hafenstadt Olous erbaut worden. 1579 erbauten hier die Venetianischen Eroberer eine befestigte Burg auf den Trümmern der alten Festung, nach den Plänen eines Bollwerks. Diese Festung war eine der bedeutendsten von Kreta. Nach der Besetzung Kretas durch die Osmanen im Jahre 1715 fiel auch die Festung an diese und blieb bis 1903 in ihrem Besitz. In jedem Jahr wurde es vom griechischen Staat zum Wohnort für die Leprakranken von Kreta ernannt, wohin in den folgenden Jahrzehnten alle Leprakranken des Staates übersiedelten.
Mochlos
Mochlos ist ein Inselchen in der Merambelo-Bucht, 27 km vor Sitia. Diesem gegenüber befindet sich heute das gleichnamige Dorf. In der Antike war die Insel eine Halbinsel. Auf den Landkarten der Veneter wird diese Scoglio de muflo genannt, während sie von den Einheimischen heute noch Agios Nikolaos genannt wird, nach der kleinen Kirche, die hier erbaut ist. 1908 legen Ausgrabungen auf der Insel eine Ortschaft aus der minoischen Zeit frei, sowie Massengräber, die wie Häuser erbaut wurden.
Vasiliki von Ierapetra
Die Ortschaft Vasiliki, eine der ersten minoischen Ortschaften mit Stadtplanung, liegt an den Hängen und auf der Spitze eines niedrigen Hügels in der Nähe des Dorfes Vassiliki, nahe der minoischen Ortschaft Gournia. Es existiert seit der Ersten Minoischen Periode ΙΙ (2600-2300 v.Chr.) und verdankt seinen damaligen Höhepunkt nicht nur seiner günstigen Lage an der Landzunge von Ierapetra, aber auch der fruchtbaren Ebene. Das Hauptgebäude der Siedlung wurde um 2300 v.Chr. durch Feuer zerstört, jedoch wurde die Stelle später wieder bewohnt, wovon die Überreste eines mittelminoischen Gebäudes (2200-1900v.Chr.) und Spuren der Bewohnung während der römischen Epoche zeugen.
Palaekastro
Am Nordende der Ostspitze Kretas liegt eine minoische Siedlung, deren Blütezeit während der Nachminoischen Periode (1550-1220 v.Chr.) lag, wobei auch Überreste aus der Erst- und Mittelminoischen Phase (3000-1550 v.Chr.) gefunden, hauptsächlich gut geschützte Gräber aber auch Ruinen größerer Gebäude. Auch hier endete die Besiedlung wie in Zakros um 1450 v.Chr., wobei die Stelle von 1300-1200 v.Chr. wieder bewohnt war, in der Nachminoischen Periode ΙΙΙ περίοδο Die Stadt hatte eine Fläche von über 50000 m2 inne, besaß keine Stadtmauern und war dicht besiedelt.
GESCHICHTE > MYTHOLOGIE
Die Herkunft der Bezeichnung Kreta konnte nicht mit Sicherheit festgelegt werden, da verschiedene sich widersprechende etymologische Erklärungen existieren. Eine der Hesperiden hieß Kreta, wie auch die Gattin des Königs Minos und eine der Nymphen, mit der sich Zeus Ammon vermählte. Ebenso kann Kreis, der Sohn von Zeus und der Nymphe Ida der Insel den Namen gegeben haben, vor allem da der höchste Berg der Insel den Namen seiner Mutter trägt. Kreta wird nach Meinung vieler Historiker seit der Altsteinzeit bewohnt, und somit durchgehend seit ungefähr 10.000 Jahren. Wenn auch die Minoische Kultur ein einschließlich kretisches Phänomen darstellt, das nicht auf das griechische Festland übergriff, hat Kreta einen besonderen Platz in der griechischen Mythologie und spielt eine wichtige Rolle vom Anbeginn der griechischen Kultur. Zeus, Vater der Götter und der Menschen, wurde in den Diktaion oder Idaion Andron geboren. Auch nach der Entführung der Europa von den Gestaden Phöniziens im heutigen Libanon floh er nach Kreta.
Europa gebar drei Söhne, Minos, Radamanthes und Sarpedon. Nachdem Minos sich die Insel unterwarf, vermählte er sich mit der Magierin Pasiphae, Schwester der Kallypso und der Zirze, beide Hauptfiguren der Odyssee. Minos weihte dem Poseidon einen Tempel und bat ihn, ihm einen Stier zu schicken, um ihm diesen zu opfern.
Der weiße Stier, den Poseidon ihm sandte war so schön, dass Minos beschloß, einen anderen Stier an seiner Stelle zu opfern. Dies wurde von Poseidon als Frevel angesehen und erzürnte ihn so sehr, dass er Pasiphae dazu verfluchte, sich heftig in den riesigen weißen Stier zu verlieben.
Um ihre starke Begierde zu befriedigen, versteckte sich die Gattin des Minos in dem hölzernen Abbild einer Kuh, welches Daedalus für sie baute, und vereinigte sich mit dem Stier. Als Frucht dieser Handlung gebar sie den Minotaurus, ein Ungeheuer halb Mensch halb Stier. Der Minotaurus wurde in das Labyrinth gesperrt, welches ebenfalls von Daedalus erbaut wurde, in dem er von dem Athenischen Prinzen Theseus getötet wurde. Theseus befreite so die Stadt Athen von der Verpflichtung, jedes Jahr 10 junge Männer und 10 junge Frauen für die Ernährung des Minotaurus zu senden.
GESCHICHTE > ARCHITEKTUR
Ein bemerkenswertes Charakteristikum der Inselbesiedlung ist die Lage der drei Hauptstädte (Chania, Rethymnon, Heraklion) an der Nordküste – zur Kontrolle der Ägäis – an bereits während der Antike besiedelten Stellen, so dass die Entwicklung der Siedlungen ununterbrochen ist.
Außer den Städten hat die Insel viele Dörfer mit festen oder periodischen Bewohnern. In der Hauptsache sind diese Orte in den Bergen oder auf Anhöhen gelegen.
Die Siedlungen in den Berggegenden waren halbkreisförmig um Berghänge herum gebaut oder auf Hügelspitzen, so dass natürliche Festungen entstand, die dem Schutz vor Piratenangriffen diente. Die halbkreisförmige Auslegung folgte der Form des Hügels und um die Kirche, den Hauptplatz und das Kafeneion herum. Die Bebauung ist meist dicht und fortlaufend – wie generell in den befestigten Siedlungen, deren Hauptanliegen der Schutz vor denn Piraten war – in anderen Gegenden jedoch licht und frei. Die Siedlungen sind harmonisch in die Landschaft eingefügt sind durch ihre Lage meist in de das Obere, das Mittlere und das Untere Dorf getrennt.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Küste auf Grund der Geißel der Piratenangriffe nur spärlich besiedelt. Durch diese waren die Bewohner gezwungen, sich in die großen befestigten Städte oder das Inselinnere zurückzuziehen, in nur schwer zugängliche und uneinsehbare Stellen. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts wurden die verlassenen, von den Venezianern gegründeten Küstenorte Agios Nikolaos (Castle Mirambello), Sitia, Palaiohora (Selino), Panormo(Castle Milopotamo) neu besiedelt.
Außer der hauptsächlichen Befestigung der Haupthäfen wurde die Abwehr der Insel durch eine Reihe von Burgen (Castelli) verstärkt, die an strategisch bedeutenden Stellen erbaut wurden. ( Kastell von Gramvousa, Spinalonga, Frangokastello).
Ein nennenswertes Beispiel von Renaissance-Architektur auf Kreta sind die Türme der Venezianischen Feudalherrscher, die über ganz Kreta verteilt sind und von denen aus die Besitzer ihre Ländereien und die Pächter kontrollierten.
Wenn die Befestigungsanlagen, Kastelle und venezianischen Türme Beispiele für die Macht und Stärke sind, sind die Paläste, Brunnen, Loggien, Uhren, Plätze und Denkmäler in Heraklion, Rethymnon und Chania die Beispiele für Pracht und Adel. Die Architektur der Renaissance beeinflußte den Bau von Wohnhäusern, Kirchen und Klöstern (Kloster Arkadi, Kloster Agia Triada in Akrotiri).
Die in Rethymnon und Chania erhaltenen venezianischen Wohnviertel sind einige der wenigen Muster, die im hellenischen Raum noch existieren.
In den Landgegenden begegnen wir vielen Wohnhäusern und Türmen, Villen und venezianischen Landhäusern, sowie behauenen Steintoren. Viele kretische Dörfer haben die Ölpressen, die Landhäuser mit Terrassen- oder Schrägdach erhalten.
In ihrer einfachsten Form bestehen die Häuser aus einem einzigen Raum, ich dem sich alle Funktionen vereinigen. Dieser Raum hat einen Eckkamin, der zum Kochen und zur Beheizung benutzt wird. Oft gibt es eine Erhöhung, die zum Schlafen benutzt wird, das Dachzimmer, und der darunterliegende Raum wird als Speicher benutzt. Die Hausbedeckung besteht aus Holzlatten. Wenn ein Anbau notwendig wird, wird ein hölzerner Stützbalken eingefügt.
In späteren Jahren wird der hölzerne Stützbalken durch einen steinernen, halbkreisförmigen Bogen (Kamara) ersetzt. So entsteht das kretische Bogenhaus , dem wir auf der ganzen Insel begegnen. Der Bogen trennt das Haus in zwei Teile. Während sich dieses Bogenhaus weiterentwickelt, wird ein zweiter Bogen hinzugegfügt, so dass ein doppelbögige Haus entsteht.
In der Hora Sfakion und der näheren Umgebung in Küstennähe hat sich aus dieser Form eine weitere herausgebildet, bei welcher Anbauten im rechten Winkel erfolgen und in der endgültigen Form zweistöckige Wohnhäuser entstehen. Hier wird die Ästhetik stärker beachtet, durch hölzernen Trennwände, größere, in starken Farben bemalte Türen und Fenster, Putz und Gipsverzierungen.
Hauptsächlich auf der Westseite der Insel haben die Häuser Ziegeldächer, sind meist zweistöckig mit einer hölzernen Innentreppe, die oben an einer Falltür endet, die zu den Schlafräumen führt. Der Hof – falls vorhanden – wird von hohen Pferchzäunen umgeben, deren Durchgang ein gebogenes Aussentor bildet.
Die Öffnungen sind groß und werden von behauenen Steinrahmen umgeben, an deren oberem Ende sich Steingesime als Regenschutz befinden. All diese Details wie auch das Tuffgestein, dass zum Schutz verschiedener Teile des Gebäudes benutzt wird, bezeugen einen starken venezianischen Einfluß auf die Volksarchitektur der Gegend.
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